Viele Kinder neigen im Winter zu trockener, geröteter oder „spannender“ Haut. Gesicht, Hände und Lippen sind davon besonders betroffen. Der Grund dafür liegt in den physiologischen Eigenschaften der Kinderhaut und dem Zusammenspiel der typischen Umweltfaktoren im Winter.
Um sie angemessen zu schützen, muss man zunächst verstehen, warum Kinderhaut durch die Kälte empfindlicher wird.
Kinderhaut ist dünner und zarter als die Haut von Erwachsenen
Kinderhaut unterscheidet sich in ihrer Struktur und Funktion von der Haut von Erwachsenen und ist daher empfindlicher:
- Die Hautbarriere ist noch nicht vollständig ausgereift
- Die Hornzellschicht ist dünner
- Die Produktion von Epidermislipiden ist geringer
Diese Faktoren führen dazu, dass die Haut weniger Wasser speichern und sich weniger gut gegen äußere Einflüsse schützen kann. Sie ist folglich anfälliger für Trockenheit und Reizungen.
Kälte, Heizungsluft und Temperaturwechsel
Im Winter ist die Kinderhaut verschiedenen Faktoren ausgesetzt, die ihr Gleichgewicht auf eine harte Probe stellen. Zu diesen Faktoren zählen:
- die kalten Temperaturen und Wind, die den Wasserverlust der Haut erhöhen
- dietrockene Luft in beheizten Räumen, die das Austrocknen der Haut begünstigt
- die hohen Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenbereichen
- die dickere Kleidung, die zu mehr Reibung führt
Die mögliche Folge ist eine raue und gerötete Haut, die weniger elastisch ist und stärker auf Berührungen reagiert.
Am stärksten betroffene Bereiche: Gesicht, Hände und Lippen
Einige Körperstellen sind im Winter besonders empfindlich:
- das Gesicht, das ständig den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist
- die Hände, die Kälte und häufigem Waschen ausgesetzt sind
- die Lippen, die keine Talgdrüsen haben und daher von Natur aus weniger geschützt sind
In diesen Bereichen neigt die Kinderhaut verstärkt zu Trockenheit, rissigen Stellen und unangenehmen Hautgefühlen.
Häufiges Waschen und Reinigen: eine heikle Balance
In den Wintermonaten kann die Haut von Kindern aufgrund von Erkältungen, häufigem Putzen von Nase und Mund sowie wiederholtem Waschen von Händen und Gesicht im Zusammenhang mit den täglichen Aktivitäten einer häufigeren Reinigung ausgesetzt sein. Jedoch kann eine unangemessene oder zu aggressive Reinigung den Hydrolipidfilm beeinträchtigen, was die Hautbarriere weiter schwächt und Trockenheit und Reizungen begünstigt.
Aus diesem Grund ist es wichtig, schonende Reinigungsprodukte zu verwenden, die speziell auf die Physiologie der Kinderhaut abgestimmt sind.
Vorbeugung: die Rolle der täglichen Routine
Vorbeugung ist die wirksamste Strategie, um die Haut im Winter zu schützen. Hier einige Tipps, die den Unterschied machen können:
- die Haut mit schonenden Produkten waschen
- regelmäßig, insbesondere nach dem Baden, eine rückfettende und rückfeuchtende Creme auftragen
- bei einem Aufenthalt im Freien unbedeckte Hautpartien schützen
- zu heißes Wasser vermeiden
Gerade im Winter ist es wichtig, die Hautbarriere von Kindern zu schützen und zu stärken. So kann sich die Haut gegen Umweltstress wehren und ihr Gleichgewicht bewahren. Auf diese Weise kann sie auch in den kalten Monaten gesund wachsen.